
Projektbeschreibung
Zentrales Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines mehrstufigen Prozesses zur nachhaltigen biotechnologischen Produktion von Biopolymeren unter Verwertung von Kohlenstoffverbindungen aus kostengünstigen Seitenströmen der regionalen Industrie und Anwendung modellbasierter Regelungsstrategien. An einen heterotrophen bakteriellen Prozess zur Herstellung von biologisch abbaubaren Biopolymeren aus der Gruppe der Polyhydroxyalkanoate (PHAs) soll ein CO2-verwertender Mikroalgen-Prozess gekoppelt werden, um die Vorteile beider biotechnologischer Prozesse optimal auszunutzen und so eine Steigerung der Ausbeute in Bezug auf den eingesetzten Kohlenstoff zu erreichen. Beim Mikroalgen-Prozess werden neben der Gewinnung von lipophilen PHAs für den Biokunststoffsektor auch hydrophile Pigmentproteine für die regionale Lebensmittelindustrie als mögliche Zielprodukte untersucht.
Ergebnisse
Kohlenstoffhaltige Reststoffe wie Apfeltrub sind gute Alternativen zu teuren synthetischen Medien
- weiterer möglicher Seitenstrom: Holzzucker aus Bioraffinerien (UPM Biochemicals)
Verringerung des CO2-Ausstoßes durch Kopplung mit phototrophem Mikroalgenprozess
- Einsparung von >25 % CO2 im ersten Proof-of-Concept-Experiment
- Bildung weiterer Wertstoffe (Pigmentprotein Phycocyanin)
Weitere Optimierung:
- nachhaltige PHB-Extraktion, Materialeigenschaften der Produkte, Skalierbarkeit
Publikationen
Weitere Publikationen
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Partner
Kompetenzzentrum Algenbiotechnologie (CAB)
Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Institut für Automatisierungstechnik, Prof. Dr.-Ing. Achim Kienle
Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Industriedesign, Prof. Dr.-Ing. Robert Dürr